Ja ist denn schon Weihnachten?

Julia und ich „nullen“ beide dieses Jahr an unseren Geburtstagen. Das nutzt der eine oder andere für hübsche Geschenke und dieses Wochenende kamen zwei etwas verfrüht ins Haus.

Bisher sind wir immer mit Brillen von SwissEye gefahren und waren auch super zufrieden damit. Inzwischen haben wir ein ganzes Arsenal an verschiedenen Brilen für verschiedene Anlässe.

OAKLEY Radar EV Path / Sapphire Iridium

Allerdings haben andere Firmen ja bekanntlich auch sehr schöne und leichte Brillen.

Und deswegen freut es uns, dass jetzt auch 2 Brillen von Oakley unsere Fahrten noch besser machen.

Für mich gab es die „Radar EV Path“ mit dem „Sapphire Iridium“-Glas. Einem relativ dunklen, polarisierten Glas. Das eine sehr interessante Farb- und Detailwahrnehmung erlaubt, die ich bisher noch bei keiner Brille erlebt habe.

 

OAKLEY Radar EV Path / PRIZM TRAIL

FürJulia gab es ebenfalls die „Radar EV Path“, allerdings mit den „Prizm Trail„-Gläsern.

Die sind kontrastverstärkend und nach einem ersten Test kann man nur sagen: holy moly!

Beide Brillen sind super leicht (unter 30 Gramm, ich dachte erst die Waage ist kaputt) und tragen sich auffallend unauffällig.

Insgesamt scheinen die beiden Brillen die Skala dessen, was man gut findet weit nach oben zu verschieben.

Ich glaube, dass ich bei wechselhaftem Wetter und bei anderen Sportarten als Biken trotzdem weiter meine SwissEye nutzen werde.  Aussortiert sind die nicht.

Aber die Oakley spielen halt in einer ganz anderen Liga. Vor allem bei Sonne und auch bei schnell wechselnden Lichtbedingungen auf dem Trail.

Und weil die so geil sind, bin ich mal so frech und verleite Euch mit einem Amazon-Affiliate-Link dazu, die selber mal zu testen:

Oakley Radar EV Path ab 99€

R2NSC – Outer Ruhr Tour 2017

Im letzten Jahr bin ich mehr zufällig an einen Startplatz für die Ruhr-Around-Challenge mit 200km gekommen. Weil das Spaß gemacht hat und weil ich einen guten Bike-Buddy gefunden habe, wollte ich dieses Jahr das komplette Trippel aus 100, 200 und 300 km fahren.

Und so kam es, dass ich heute morgen um kurz vor 8 an der Arena in Duisburg stand und es kurz danach los ging: Ein Mal Schloss Raesfeld und zurück bitte.

Ich sag mal: Lief.

Nach ziemlich genau 3 Stunden (3:01 auf dem Garmin, 3:02 auf Strava) hatte mein Team mit 4 guten Fahrern die Runde beendet. Da meine 3 Begleiter einen taktischen Fehler gemacht haben, bin ich sogar als Erster über die Ziellinie 🙂

Das Wetter war heute morgen eher ungemütlich und kalt, weswegen ich zu Armlingen, Beinlingen, Schühüberziehern und Windweste gegriffen habe. Rückblickend eine gute Entscheidung, denn der Windchill war schon nicht ohne.

Trotzdem kam relativ schnell die Sonne raus und machte uns das Leben zum Traum.

Das kann man über die Orga leider nicht sagen. Bei (ungefähr) KM 22 überholte uns das Team für den Verpflegungspunkt bei KM 25 und als wir dort waren, waren die Team-Mitglieder gerade ausgestiegen.

Der Checkpoint bei 25 KM ist auch der bei 75 KM und wir waren überrascht, dass der so spät aufgebaut wurde. Auch überrascht, um nicht zu sagen ziemlich angesäuert, waren wir allerdings bei KM 50, dem Schloss Raesfeld.

Wir hatten mit dem Veranstalter ausgemacht, dass wir nix zu Essen brauchen, dort aber Getränke. Letztes Jahr hätte mir eine Warnung sein sollen, denn wie damals war auch heute vom Orga-Team niemand zu sehen. Es war kein Mensch da.

Letztes Jahr schrieb ich:

Für das „Chaos“ bei der Organisation möchte in an dieser Stelle dem Veranstalter keinen Vorwurf machen. Das wir so geheizt sind, war ja unser eigener Wunsch und das wir damit den Zeitplan – und vor allem den Ressourceneinsatz sprengen – kann man ihm nicht anlasten.

Das kann ich dieses Jahr NICHT so stehen lassen.  Vor allem aus einem Grund nicht:

Im Profil sind alle Fahrer aufgefordert, eine Durchschnittsgeschwindigkeit einzutragen. Da steht unter anderem bei mir, relativ eindeutig: 30 km/h

Und so stand ich heute morgen auch im 30 km/h Startblock!

Wenn ich sowas schon abfrage und wenn ich die Startblöcke schon so baue, dann muss ich als Veranstalter auch dafür sorgen, dass (nach einer einfachen Rechnung) bei 30 km/h auf 50 KM auch nach 1,5 Stunden mit einer Ankunft zu rechne ist.

Na gut 1,6 oder so – aber es war schlicht niemand dort!

Logischer Weise war dann im Ziel (100 km durch 30 km/h – so schwer nicht) eigentlich niemand der uns weiterhelfen konnte.

Die Jungs die das Zielgitter aufgebaut hatten, haben sich total erschreckt als wir kamen und sprachen kein Deutsch. Gut, wir konnten uns auf Englisch unterhalten, aber das ist nicht Sinn der Übung.

Zumal die Jungs nix vom Finisher-Foto, der Urkunde oder sonstwas wußten. Oder auch nur hätten sagen können, wie es jetzt weiter geht.

Ich muss sagen, das Fahren selbst war angenehm. Der GPX-Track präzise, die Strecke deutlich besser Rennrad-tauglich als letztes Jahr.

Aber die Organisation der Verpflegungspunkte war ein echtes Desaster. Was bei 100km nicht schlimm ist, da komme ich mit 2 Falschen am Bike und den Gels im Trikot aus. Bei 200km und 300 km sieht das aber natürlich ganz anders aus.

Und hier muss dringend nachgebessert werden!

MTB Festival in Riva am Gardasee setzt auch weiterhin auf NUTRIXXION

Europas größtes MTB-Festival in Riva am Gardasee wird auch weiterhin auf Premiumsporternährung von Nutrixxion setzen. Die weitere Zusammenarbeit wurde von der Hamburger Agentur Ley und dem Hause Nutrixxion bestätigt.

„Warum ein Erfolgsteam neu besetzen, wenn die vergangenen Jahre erfolgreich verlaufen sind. Sowohl aus Teilnehmer-  als auch Veranstaltersicht kann man mit dieser Zusammenarbeit sehr zufrieden sein“, so die Veranstalteragentur aus Hamburg. Auch aus der Nutrixxion-Zentrale kommen nette Worte. „Wir sind froh einen Teil zum Gelingen dieser Topveranstaltung beitragen zu können“, so Nutrixxion Gründer Mark Claußmeyer.

Seit 2014 ist Nutrixxion bereits Partner des Bike-Festivals und keine geringeren als die Profis des Team Bulls um Karl Platt und Urs Huber, Sieger von 2014 & 2016, setzen bereits seit Jahren auf die Produkte „made in Germany“.

Vom 28. April bis 01. Mai öffnet Europas führendes MTB-Festival in Riva am Gardasee die Tore. Dann heißt es Landschaft, Strecke und Atmosphäre dieser Veranstaltung zu geniessen. Weitere Infos finden sich auch unter http://riva.bike-festival.de/en/news.html

15. UCI Mountainbike Marathon-Weltmeisterschaften

Studiert an der Uni und den Kurs:

Titelverteidigerin Jolanda Neff

 

Jolanda Neff wird bei den UCI Mountainbike Marathon-Weltmeisterschaften am 25. Juli in Singen als Titelverteidigerin an den Start gehen. Die Schweizerin vom Kross Racing Team lebt auf der anderen Seite des Bodensees und ist mit ihren erst 24 Jahren bereits eine bestimmende Figur ihres Sports. Mit dem Hegau Bike-Marathon hat sie vor zwei Jahren schon Bekanntschaft gemacht, als sie bei der EM knapp geschlagen Silber gewann.  

 Marathon, das ist für Jolanda Neff gewissermaßen ein Neben-Schauplatz.  Sie tummelt sich vor allem in der olympischen Cross-Country-Disziplin. Allzu viele Langstrecken-Rennen hat sie deshalb auch noch nicht bestritten. Wenn, dann allerdings sehr erfolgreich, wie nicht nur der WM-Titel im französischen Laissac belegt.

Vor einem Jahr war sie die Glückliche, nachdem die Dänin Annika Langvad Pech mit einem Defekt hatte. Vor zwei Jahren bei den Europameisterschaften in Singen war sie die Verliererin eines heißen Duells mit Sabine Spitz.

„Damals bin ich ja am Tag zuvor noch das Cross-Country-Rennen in Solothurn gefahren und dann in Singen“, blickt Neff zurück und schmunzelt. „Ich habe sicherlich was draus gelernt, vor allem über die Strecke.“

 Die WM: 2017 ihr erster Marathon

Worauf sie augenzwinkernd anspielt ist der letzte Kilometer, wo ihr Sabine Spitz durch Streckenkenntnis ein Schnippchen geschlagen und den Titel gewonnen hat.

„Ich freue mich darauf, das Rennen noch mal zu fahren. Es ist auf jeden Fall jetzt schon geplant und nicht so ad hoc wie vor zwei Jahren. Es wird aber wohl der erste Marathon sein, den ich dieses Jahr bestreite. Voriges Jahr bin ich ja vor der WM noch den Marathon in Riva gefahren“, sagt Jolanda Neff zu ihren Plänen.

Die fahrtechnisch enorm versierte Cross-Country-Europameisterin kann auf dem Kurs im Hegau ihre Fähigkeiten auf diesem Gebiet weniger ausspielen. Beim Hegau Bike-Marathon kommt es neben konditionellen Ansprüchen auch auf taktisches Verhalten an. Aber da kann Jolanda Neff auch mitreden. In den vergangenen beiden Jahren hat sie etliche Straßenrennen auf höchstem Niveau bestritten, die Tour de Pologne gewonnen und war für die Schweiz auch im olympischen Straßenrennen am Start (8.).

Von der anderen Seite des Sees

„Die Strecke ist auf jeden Fall ganz, ganz anders als die vom vorigen Jahr in Frankreich. Aber ich finde es cool, dass ich sie bereits kenne. Es wird sicher ein ganz anderes Rennen werden. Jedes Bike-Rennen ist anders, aber es ist auch ein Mountainbike-Rennen und ich hoffe die Stärkste wird gewinnen“,  meint Neff, die aus Thal im Kanton St. Gallen kommt, 2,5 Kilometer Luftlinie vom Bodensee entfernt.  Nur eine gute Autostunde von Singen entfernt, das am anderen Ende des Sees liegt.

Im vergangenen Herbst hat sie begonnen in Zürich im Hauptfach Geschichte und in den Nebenfächern Englisch und Französisch zu studieren. Das zeigt, dass sie trotz allen sportlichen Ehrgeizes über den Tellerrand hinaus denkt.  Allerdings hat sie das auch die eine oder andere Trainingsstunde gekostet und so dauert es dieses Jahr etwas länger bis sie in Top-Form ist.  Das erklärt auch die von ihr ungewohnten Resultate von Montichiari und Bad Säckingen, wo sie vor kurzem nur Achte und Zehnte wurde. Ende Juni, zum Zeitpunkt der Marathon-WM sollte sie den Rückstand aber wieder aufgeholt haben.  

 In der Schweiz ist Jolanda Neff zu einer Medien-Figur geworden, die auch im Boulevard auftaucht. Mit zwei Weltcup-Gesamtsiegen und acht Einzel-Siegen ist sie schon jetzt die erfolgreichste Eidgenossin im MTB-Weltcup. Bei den olympischen Spielen gehörte sie zu den Favoritinnen, doch am Ende stand da nur Rang sechs in den Büchern. Ein Trainingssturz, eine Rippenprellung und daraus folgend Rückenprobleme bremsten sie aus.    

Im Rampenlicht? Ja, aber lieber auf dem Bike und im Regenbogen-Trikot

Doch die mediale Aufmerksamkeit ist da. Ihr zum Teil spektakulärer Fahrstil, ihr lockiger, wallender Blondschopf, das sichere Auftreten und eine reflektierte Rede-Gewandtheit spielen ihr da in die Karten.

„Jolanda tritt in die Pedale, sie ist eine Femme Fatale“, dichtete Sänger Herbert Grönemeyer bei den Swiss Sports Awards 2015 spontan und etwas holprig.  

Sie selbst liebt allerdings den Staub und den Dreck mehr als das Parkett.

„Von mir aus könnte man alle diese Termine streichen. Ich finde, wir Sportler gehören aufs Rad und sind keine Schauspieler.“  Das Interesse sei ja aber schon nachvollziehbar. „Wenn ich dann schon da bin, dann versuche ich das Beste draus zu machen. Man trifft ja auch auf coole Leute und so versuche ich mit Freude hinzugehen“, hat sie das an anderer Stelle schon mal eingeordnet. 

Im Rampenlicht einer Weltmeisterschaft, auf einer Siegerehrungs-Bühne steht sie allerdings lieber. Am besten auch am 25. Juni am Singener Rathaus. Ganz oben, mit dem Regenbogen-Jersey über den Schultern. 

Kurzporträt Jolanda Neff

  • Geb.: 5. Januar 1993
  • Wohnort: Zürich und Thal (SG)
  • Seit 2016: Studium der Geschichte in Zürich
  • Trainer: Vater Markus Neff

Wichtigste Erfolge:

  • Marathon: Weltmeisterin 2016,  Vize-Europameisterin 2015,
  • Cross-Country: U23-Weltmeisterin 2012, 2013, 2014,
  • 2x Weltcup-Gesamtsiegerin 2014, 2015, Europameisterin 2015, 2016,
  • Weltranglisten-Erste am Ende der Jahre 2014 bis 2016

 Auf hegau-bike-marathon.de findet man alle weiteren Informationen zum Hegau Bike-Marathon 2017

New Bike Day :-)

Ich hatte überlegt,  im Herbst 2017 ein neues Bike als Ersatz für das Bergamont Revox anzuschaffen. Herbst, weil dann üblicher Weise die Preise sinken, wenn die neuen Modelle für ’18 angekündigt sind.

Da ich gerne weiß was ich tue und niemals überstürzt etwas kaufen würde 😉 , habe ich angefangen, mich mal auf die Suche zu machen. Es sollte ein Hardtail werden, dass gewisse Kompromisse hinsichtlich meines Fahrstils (Technik: Keine) und Alters (Senioren II) eingehen sollte.

Ich kaufe ungern im Internet, also mal lokal lokal umgesehen: Rose in Bocholt hat nichts, was mich umgehauen hätte. Wüster in Voerde hat geile Bikes von Specialized und die Edelhelfer in Recklinghausen bietet geile Bikes von Trek.

Leider haben beide Marken aktuell nichts, was ich gleichzeitig geil und bezahlbar gefunden hätte.

Da ich vor einiger Zeit ja in Bonn bei Radon ein Slide 160 gekauft habe, führte mich der nächste Weg dorthin. Das Radon ZR Race ist ja nur in Alu erhältlich und das neue Hardtail aus Carbon ist ja das Jealous.

Und das ist, wenn man drau sitzt, ein echt geiles Bike. Nur die Form und Farbe… irgendwie… aber der Vortrieb ist phänomenal und Preis-/Leistung kamen mir eher entgegen.

Trotzdem: Umgehauen hat es mich gar nicht.  Es war „nice“ aber eben kein „burner“. Hätte aber trotzdem im Herbst in der engeren Wahl sein können.

Wenn ich aber schon bis Bonn fahre, kann ich auch nach Koblenz und so bin ich bis Canyon gefahren.  Zum Vergleich, das ist 200km einfache Strecke – das Bergamont kam aus Hamburg, 400km eine Strecke 😉

Ich hatte mir auf der Website das Exceed 7.9 angesehen. Klar, wegen der DI2 😉  Und erwartet hatte ich, was den Umgang mit Kunden angeht, nicht wirklich viel.

Und wurde „enttäuscht“. Nach einer kurzen Wartezeit, die man uns mit einem kostenlosen Kaffee verkürzte (Rose, hört Ihr das? 😉 ), hatten wir einen Berater an unserer Seite. Der hat uns erst mal vermessen hat und dann nach unseren Vorlieben und Erfahrungen ausfragte.

Schließlich holte er für Julia und mich passende Exceed in verschiedenen Ausstattungen aus dem Lager und wir konnten so viel probieren wie wir wollten. Hier war allerdings ein kleiner Wehmutstropfen:

Wegen schlechter Erfahrungen mit Kunden die sich überschätzt haben, durften wir nicht auf den Hauseigenen Pumptrack 😀

Dummerweise nur war ich sofort enttäuscht. Das Exceed ist im Vergleich zu meinem Bergamont ein wobbely-dobbely Bike, das mich so gar nicht überzeugen konnte. Na da, geht gar nicht 🙁

Julia kam dann auch die Idee, mal das Feld ein wenig zu erweitern und das Lux, das Race-Fully anzusehen. Wir bekamen 2 in M und L und ich fuhr meine Testrunde. Und noch eine. Und noch eine. Und noch eine. Was für eine Spaßrakete!

Und beim gemeinsamen Durchschauen der Konfigurationen ist aufgefallen, dass das Lux CF 7.9 Race eigentlich schon ziemlich genau so ausgestattet ist, wie ich es gern hätte.

Glücklicher Weise hatte ich alles zu Hause gelassen, was man bräuchte um ein Bike zu kaufen. Also sind wir, mit kurzem Stopp bei Freunden und einem Besuch im Godesburger heim gefahren.

Ich habe dann ein paar Tage mit mir gerungen. Gerade auch weil Canyon zwar einen „Store“ hat, der aber ja primär als Showroom gedacht ist. Die Räder bestellt man letztlich doch im Internet und bekommt sie nach Hause geliefert oder holt sie ab.

Das „Blöde“ ist nur, dass eigentlich alle Fahrradgeschäfte heute so arbeiten. Was letztlich an der Vielfalt möglicher Kombinationen von Komponenten liegt. Will man eine SRAM Eagle oder doch eine XTR? Eine Guide oder Magura?  Bei Rose hätte man mein Rad „custombuild“, bei den anderen Läden wäre auch ein wiederkommen angesagt gewesen. Ist das jetzt „lokal kaufen“?

Anyway, ich habe dann bei Canyon bestellt. Und war gespannt: Die Bestellung gint raus am 04.04 und als Liefertermin wurde der 17. bis 21. April genannt. Nur zu gut hatte ich die Lieferprobleme 2015 – 2016 in Erinnerung und wer das damals nicht mitbekommen hat: Das Internet ist voll davon.  Aber „Bezahlung bei Abholung“ lässt einen da entspannt sein.

Völlig überraschend kam aber schon am 12.04. die Mail, dass mein Bike abholbereit sei. Wow. Also sind wir am Ostersamstag nach Koblenz (erwähnte ich eigentlich, dass man von Voerde nach Koblenz mit dem Zug kann, ohne ein Mal umsteigen zu müssen?).

Die Abwicklung war ungefähr wie erwartet: Freundlich empfangen wurden wir an „unseren“ Schrauber durchgereicht, der das Bike schon im Aufbau hatte.

Canyon macht das ungefähr wie ein gutes Autohaus, was marketingtechnisch Genial ist. Schnell noch die mitgebrachten Pedale angeschraubt und schon ging es an eine grobe Anpassung an Körpergröße und Gewicht für die Federelemente. Das ist weit weg von einem Fitting, wie es z. B. die Edelhelfer machen, aber das war ja auch nicht bestellt.

Zudem wurde ausführlich auf die „Eigenheiten“ hingewiesen, z. B. das man den Speichenschutz an der Kassette selber entfernen kann, Canyon das aber nicht macht. Das die Aufkleber so angebracht sind, dass sie Rückstandslos ab gehen. Und natürlich der Hinweis auf das mitgelieferte Reflektorenset. Das hätte ich am Liebsten noch vor Ort dran gemacht 😉

Zudem gibt es noch einen Drehmomentschlüssel, Carbon-Montagepaste, Tubeless-Umrüstventile und eine Dämpferpumpe.

Danach konnte das Rad bezahlt werden, es gab noch was oben drauf und wir waren wieder raus. So leicht geht das 🙂

Wir sind dann zu Freunden (siehe oben) gefahren und mit denen erst mal eine „entspannte“ Runde durch das Siebengebirge. Denn ob ein Bike was kann oder nicht sieht man halt nicht auf dem Parkplatz von Canyon und da man 30 Tage Rückgaberecht hat, wäre das ein „Point of Return“ gewesen.

Um es kurz zu machen: Umtauschen werd ich das Bike mit Sicherheit nicht mehr 🙂

Es ist defintiv völlig anders als das Revox. Es entlastet als Fully den Rücken schon enorm und bietet satte Traktion. Wenn es schnell, richtig schnell, wird, ist es allerdings nicht so „panzerartig“ Spurstabil wie das Revox. Dafür ist es in den Trails deutlich wendiger.

Das Fahrwerk ist insgesamt extrem gut abgestimmt und die Geometrie macht klar, dass es kein Bike ist zum langsam fahren. Allerdings muss ich mich daran gewöhnen, dem Dämpfer zu locken: Die Float – CTD am Revox kann ich auch Bergauf gut im Trailmodus fahren. Leider haben die Federelemente am Lux nur den Zustand auf oder zu – und auf ist Bergauf eine Strafe, weil natürlich viel Kraft in Schwingbewegung verloren geht.

Ich habe aber eine andere sehr erfreuliche Entdeckung gemacht: es ist das erste Bike bei dem ich nicht das Gefühl habe, zum Fitting zu müssen. Ich muss den Vorbau 10mm kürzer haben und die Ergon-Griffe sind scheisse für meine verwöhnten zarten Hände. Aber alles andere passt auf Anhieb – einschließlich Sattel. Zumindest ist das mein Eindruck nach den ersten Trails und geraden Strecken gestern. Weitere Tests folgen natürlich.

Tja.

Und so kommt es, dass jetzt neben diversen anderen Marken auch die Marke Canyon in unserem Fuhrpark  zu finden ist.  Und ich glaube, das Lux und ich werden sehr, sehr gute Freunde.

P.S. Und natürlich endete der Abend wieder im Godesburger 😀

Der böse LKW

Ich weise ja gerne auf die beliebte Selbstverletzung von Radfahrern bei Unfällen mit Kraftfahrzeugen hin. In der RP habe ich heute was neues kennengelernt:

Neben der Selbstverletzungsvorliebe von Radfahrern muss man jetzt wohl auch die Unachtsamkeit der Maschinen berücksichtigen. So schreibt die RP:

Zur gleichen Zeit fuhr der 35-Jährige Hermges mit seinem Mountainbike die Hofstraße in gleicher Fahrtrichtung entlang. Er wollte in Richtung Theodor-Heuss-Straße weiterfahren, als der Lkw ihn beim Abbiegen übersah. Es kam zum Zusammenstoß. 

Der LKW übersah ihn also. Transformers dieser Welt vereinigt Euch. Nachdem ich selber erst gestern beinahe von einem LKW überfahren wurde, der in einer Rechtskurve einfach meine Vorfahrt ignorierte, bin ich froh, dass die RP auch noch mal eben die wesentliche Message hervorhebt.

Nein, keine Angst.  Nicht die mangelnde Sorgfalt des Fahrzeugführers, sondern das individuelle Versagen des Radfahrers:

Einen Fahrradhelm trug er nicht.

Manchmal kann man gar nicht so viel kotzen, wie man gefressen hat.

UCI Mountainbike Weltcup presented by Shimano in Albstadt: Cross-Country-Stars laufen sich warm

Noch verbleiben fünf Wochen bis zum Auftakt des UCI Mountainbike Weltcups presented by Shimano. Doch die Cross-Country-Biker haben begonnen Fahrt aufzunehmen. In Bad Säckingen, im Schweizer Rivera und im italienischen Nals tauchten am Wochenende Namen auf der Siegerliste auf, die sich gezielt auf das Weltcup-Doppel in Nove Mesto und Albstadt vorbereiten.

 

©SCOTT
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Olympiasieger Nino Schurter vor Weltcup-Gesamtsieger Julien Absalon in Rivera, Mathias Flückiger vor Maxime Marotte und Jordan Sarrou in Bad Säckingen und Marco Fontana vor Stephane Tempier und Florian Vogel in Nals. Die besten Cross-Country-Biker legen mehr und mehr die Karten auf den Tisch.

©SCOTT
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Auch bei den Damen ist das so: Jenny Rissveds vor Pauline Ferrand Prevot und Sina Frei im Tessin, Yana Belomoina und Maja Wloszczowska fast gleichauf in Bad Säckingen, Gunn-Rita Dahle-Flesjaa nicht weit vor Linda Indergand in Nals, eine Woche zuvor war in Montichiari die Reihenfolge noch anders herum.

Das sind alles Namen, die man am 28. Mai im Bullentäle auf dem Podium stehen könnten. Sechs Wochen vor den beiden ersten Weltcup-Rennen in Nove Mesto und Albstadt laufen sich die Stars langsam warm und in jedem Statement zu den Rennen kommt das Wort „Weltcup“ mindestens einmal vor.

„Meine Vorbereitung auf die Weltcup-Rennen ist voll im Plan“, erklärte etwa Weltmeister Nino Schurter, nachdem der Schweizer im Tessin seinen Dauer-Rivalen Julien Absalon aus Frankreich knapp geschlagen hatte. Nicht so knapp wie voriges Jahr in Albstadt, als es zu einem dramatischen Sprint-Finish kam, aber Absalon ist aktuell durch eine Allergie noch etwas gehandicapt. „Ich brauche etwas Geduld, aber bis zum  Weltcup-Auftakt bin ich zuversichtlich“, so der Weltcup-Rekordsieger.

 Keine Motivations-Probleme beim Olympiasieger

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Schurter hat ja vor knapp drei Wochen seinem Palmares ein weiteres Glanzstück hinzugefügt und mit seinem neuen Teamkollegen Matthias Stirnemann das Cape Epic in Südafrika gewonnen. Er scheint nach seinem olympischen Gold in Rio keine Motivationsprobleme zu haben. Auch seine Scott-Sram-Teamkollegin Jenny Rissveds nicht. War Rang zwei in Albstadt vor einem Jahr noch eine Überraschung, ist die Schwedin jetzt als Olympiasiegerin die Gejagte. In Rivera ließ sie Ex-Weltmeisterin Pauline Ferrand Prevot keine Chance. Die fährt im April auch die Straßenklassiker, will aber auch bei den Weltcup-Rennen in Nove Mesto und Albstadt an den Start gehen.  

Bei Fumic läuft bisher „alles perfekt nach Plan“

Zu einem Jäger von Schurter und Co. will auch Manuel Fumic dieses Jahr wieder werden. In Bad Säckingen landete er am Sonntag zwar nur auf dem siebten Rang, doch damit war er für sich selber im Soll.  Fumic war mit seinem brasilianischen Cannondale-Kollegen Henrique Avancini auch beim Cape Epic und dort fünf Tage lang in Gelb gefahren. Deshalb war der Kirchheimer noch etwas müde. 

„Alles läuft bisher perfekt nach Plan. Jetzt geht es noch an die Detail-Arbeit. In Nove Mesto und Albstadt will ich top fit an den Start gehen und eine bessere Rolle spielen als die Jahre zuvor“, sagt Fumic.

Deutsches Damentrio kommt in Schwung

In Bad Säckingen war gegen Mathias Flückiger (Radon Factory Racing) kein Kraut gewachsen. Auch nicht für Fumic’ neuen Teamgenossen, den Olympia-Vierten Maxime Marotte aus Frankreich, der im Vorjahr in Albstadt ja als Dritter auf dem Podest stand.

Was die Damen-Welt angeht hat Gunn-Rita Dahle-Flesjaa mit dem Sieg in Nals ihren Finger gehoben. Dort konnte die Norwegerin Sprint-Weltmeisterin Linda Indergand bezwingen und das nur eine Woche nachdem die Schweizerin sie in Italien deutlich geschlagen hatte.  Auch Sabine Spitz, die ihre Cross-Country-Karriere ja doch noch mal verlängert hat, und Adelheid Morath zeigten sich beim Cape Epic in starker Frühjahrs-Verfassung und Helen Grobert deutete in Bad Säckingen auch Aufwärtstendenz an.

Es sind noch gut fünf Wochen bis zum Weltcup-Auftakt am 20. und 21. Mai in Tschechien, aber die Formkurven steigen stetig an. 

Trailground Brilon: I like. :-) :-) :-)

Eigentlich wollte ich heute die RTF in Haltern fahren. 111 flache KM mit dem Rennrad abreißen. Dann wurde das Wetter für heute als super gut vorhergesagt und ich dachte eher mein Enduro auf die Halde Hoppenbruch zu entführen.

Und irgendwie, so beim Surfen gestern, bin ich auf den Trailground Brilon gestoßen.

Und weil ich ja bekannt bin für dumme Entscheidungen,  habe ich Julia überredet, heute etwas früher aufzustehen.

Bisschen doof war nur, dass nach dem Aufstehen das Thermometer so gar nicht nach den für heute angesagten 20  Grad und mehr aussah…. hmmm. Also erst noch mal ausgiebig gefrühstückt und dann los. Obwohl es arg kalt war, sah der Himmel verdächtig gut aus. Ich also in Kurz-Kurz. Julia zur Vorsicht mit langen Sachen.

Was sich als völlig unnötig erwies, denn als wir in Brilon ankamen, war es schon über 20 Grad warm. Und wenig überraschend waren wir wohl nicht die Einzigen, die sich gedacht hatten, dort mal biken zu fahren. Um es aber vorweg zu nehmen: Stau gab es in den Trails keinen.

Der Trailground bietet 3 Strecken, die sich eigentlich an alle Niveau-Klassen richten. Die technischen Stellen sind alle so angelegt, dass auch ein panischer Neuling gut durchkommt und ein geübter Fahrer viel Spaß haben kann. Die Strecken sind dabei 7km/175hm, 10,8km/315hm und 17,3/505hm lang.

Zum größten Teil wird Fläche genutzt, die rund um einen teils noch aktiven Steinbruch liegt.

Wirklicher „Wald“ ist dort relativ wenig, aber auch vorhanden.

Die Auffahrten sind alle gut machbar und durchaus auch für Leute zu schaffen, die jetzt keinen Alpencross fahren würden.

Das Panorama allerdings ist stellenweise wirklich irre. Mal bist Du im Wald. Mal auf dem Gipfel. Und mal auf dem Mond.

Auf der großen Runde macht man die 500 Höhenmeter nur voll, wenn man einen kleinen Umweg einlegt.

Dieser führt einen auf ein Gipfelplateu auf dem irgendwas steht von dem ich keine Ahnung habe was es sein soll.  Ändert aber nix datran, dass es Spaß macht, dorthin zu radeln 🙂

Aber der besondere Clou und das, wofür wir eigentlich ja da waren, sind die Abfahrten.

Beim ersten Mal noch zaghaft an die Strecke rangestatet, hat es beim zweiten Mal in Strava PR’s für mich und QOM’s für Julia gehagelt – obwohl wir es eigentlich entspannt angehen wollten. Aber es ist einfach zu geil, einfach Laufen zu lassen

Am Start/Ziel gibt es ein kleines Hotel-Restaurant, wo man zwischen den Runden was futtern kann. „Mittig“ auf der roten Strecke ist eine Biker-Kneipe, wo es ebenfalls Kuchen, Bratwurst und Pommes so wie kalte Getränke gibt. Man kann also sagen, dass die Verpflegungsstationen durchaus was hergeben 😉

Wir sind letztlich zwei Mal die lange Runde gefahren.

Das waren dann 36km und 920 Höhenmeter, weil wir beim zweiten Mal nicht mehr auf das Plateu gefahren sind.

Am Ende der Tour hatten wir etwa 5 Liter Apfelschorle und reichlich Kuchen vertilgt und waren ziemlich angefixt.

Natürlich ist es was anderes, ob man mit dem Lift hoch kommt oder sich jeden HM erarbeiten muss. Aber die Anlage der Strecke in Brilon ist so, dass man im steten Wechsel hoch und runter fährt.

Irgendwie ist das für uns befriedigender als immer mit dem Lift zu fahren. Und das die Strecken wirklich universell sind sieht man auch daran, dass ich mit einem 160mm Enduro gefahren bin – und Julia mit einem 100mm Hardtail. Ohne das der eine oder die andere es bereut hätte.

Wenn Ihr noch nicht da gewesen seid und ich Euch einen guten Tip geben darf: Fahrt mal hin. Es lohnt sich echt.

Sparkassen Münsterland Giro
 für weitere vier Jahre gesichert

Profis starten am 3. Oktober in Wadersloh im Kreis Warendorf / Drei neue Jedermann-Strecken / Training und Testfahrten

„Straßen frei“ heißt es am 3. Oktober für den Rennradsport bei der zwölften Auflage des Sparkassen Münsterland Giro. Das Interesse von Profiteams am 198 km langen Rennen ist schon jetzt größer als je zuvor. Am selben Tag erwarten die Veranstalter zu drei Jedermann-Rennen mehr als 4500 Radsportler.
Der Start der Jedermann-Rennen um den „Cup der Sparkasse Münsterland Ost“ (65 km), den „Cup der Westfälischen Provinzial Versicherung“ (95 km) und den „Cup der LBS“ (125km) erfolgt in Münster am Albersloher Weg vor der Halle Münsterland.

Zielankunft ist am Schlossplatz in Münster. Die Strecken führen weitgehend durch den Kreis Warendorf mit einem Abstecher in den Kreis Steinfurt. Die Jedermann-Rennen sind zugleich das Finale für den German Cycling Cup 2017.
Das Profi-Rennen startet in Wadersloh im Kreis Warendorf. Zieleinfahrt ist ebenfalls am Schlossplatz in Münster. Sind die Strecken der Jedermann-Rennen eher flach angelegt, so wartet auf die Profis in der Stromberger Schweiz und in den Beckumer Bergen so manch kurzer giftiger Anstieg.
Der Sparkassen-Münsterland-Giro ist das einzige deutsche Rennen in der HC-Kategorie. Es hat sich als feste Größe in Deutschland etabliert und als internationales Rennradsport-Ereignis europaweit einen Namen gemacht. Die einzigartige Entwicklung des Giro in den letzten zwölf Jahren hat die Münsterland-Kreise, die Stadt Münster und die Sponsoren überzeugt, das Gemeinschaftsprojekt um weitere vier Jahre zu verlängern. Damit ist der Sparkassen Münsterland Giro bis 2021 gesichert.
Wie in den vergangenen Jahren sind die Jedermann-Strecken ab Ostern ausgeschildert. Sie können in den kommenden Monaten als Trainingsstrecken genutzt werden. Die GPS-Daten stehen auf der Giro-Homepage zum Download bereit.
Für die Jedermann-Strecken um den „Cup der Sparkasse Münsterland Ost“, den „Cup der Westfälischen Provinzial Versicherung“ und den „Cup der LBS“ werden wieder Testfahrten angeboten. Diese bieten beste Voraussetzungen, sich die Strecken in einer großen Gruppe anzuschauen und dabei die Parklandschaft des Münsterlandes zu genießen. Die Teilnehmerzahl ist begrenzt, daher ist eine frühe Anmeldung ratsam.
Am 30. April endet der zweistufige Frühbucher-Rabatt. Wer sich bis dahin anmeldet, spart Geld und zahlt für den Startplatz, abhängig von der Streckenlänge, 51 bis 53 Euro. Danach wird es teurer.
Alle Informationen zum Sparkassen Münsterland Giro und zur Anmeldung zu den Streckentests und den Jedermann-Rennen: www.sparkassen-muensterland-giro.de